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Schwestern nähen mit den Jugendlichen Schutzausrüstung für Hospitäler

Neben der Sorge für ihre Schützlinge sehen die Schwestern auch die große Not in den Hospitälern. Medizinisch können sie nicht helfen, aber Schutzkleidung können sie nähen.

So werden in den Lehrwerkstätten auf den Philippinen Ganzkörper-Overalls und Laborkittel hergestellt. Es war nicht leicht, die richtigen Materialen zu bekommen, aber die Schwestern haben es geschafft.

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Wo sonst Schuluniformen entstehen, werden nun Overalls und Kittel gefertigt. Die Schwestern und die Jugendlichen arbeiten Hand in Hand, um die Schutzkleidung mit der nötigen Sorgfalt zu erstellen.

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349 Ganzkörper-Overalls wurden bereits an zwei Hospitäler verteilt, 500 weitere entstehen in diesen Tagen. Außerdem konnten 212 selbst genähte Kittel für Laborarbeitende dem De La Salle Medical Center Cavite übergeben werden. Weitere 500 sind in Arbeit.

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In Guatemala nähen die Mädchen der Villa de las Niñas Gesichtsmasken. Insgesamt 2.000 konnten bereits gefertigt und unter drei Kliniken der Hauptstadt aufgeteilt werden. Für Nachschub wird gesorgt.

7 . Mai 2020

 

 

 

Liebe Freunde der »Schwestern Maria«!

Was vor Kurzem noch unmöglich schien, ist heute Realität geworden. Unsere Lebensumstände in Österreich haben sich drastisch verändert. Der Corona-Virus hält uns alle in Atem.

So geht es auch den Marienschwestern. Alle ihre Schulen sind offiziell geschlossen. Doch die Schützlinge leben ja auch dort und so bleiben die Jungen und Mädchen weiterhin in den Heimstätten der Kongregation. Nur in Tansania mussten die Schwestern alle Mädchen schweren Herzens nach Hause schicken. Es ist keine einfache Zeit für die verantwortlichen Schwestern.

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Von außen kommt niemand mehr in die Einrichtungen, auch keine Lehrer, die den Unterricht gestalten könnten. Dies übernehmen zum Teil die sogenannten „Helping Teacher“. Das sind Schüler der 11. oder 12. Klassen, die den Jüngeren den Unterrichtsstoff vermitteln. Aber auch die Schwestern sind an dieser Stelle gefragt. Natürlich ist kein normaler Schulbetrieb möglich.

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In den Küchen geht es aber immer noch heiß her. An den großen Töpfen und Pfannen müssen nun die angehenden Köche aus den Lehrwerkstätten zeigen, was sie gelernt haben. Unter Anleitung einer erfahrenen Schwester muss jedes Küchenteam auf den Philippinen für rund 1.000 Schützlinge die warmen Mahlzeiten bereiten. Es ist jetzt sehr wichtig, dass die Mädchen und Jungen ein gesundes Immunsystem haben, deshalb werden, wo eben möglich, vitaminreiche Nahrungsmittel verstärkt besorgt und zubereitet.

Die Schwestern geben ihr Bestes, damit die Schützlinge keinen Lagerkoller bekommen, sie die Situation nicht zusätzlich niederdrückt. „Serve the Lord with joy“ ist einer der Lebensgrundsätze der Schwestern, diese gilt es nun ganz neu mit Leben zu füllen.

Selbstverständlich beten die Marienschwestern und ihre Schützlinge inständig für ein Ende dieser weltweiten Virusinfektion. Es gilt für uns alle, das Gottvertrauen nicht zu verlieren und in der Ungewissheit dieser Zeit um Gottes Beistand und Eingreifen zu bitten.

Auch in diesen Tagen sind die Schützlinge der Kongregation auf treue Freunde in Österreich angewiesen. Denn die Kosten laufen weiter, die Herausforderungen werden nicht kleiner. Rund 20.000 heranwachsende Jugendliche möchten ihre Chance auf ein Leben ohne Armut nutzen. Unterstützen Sie uns auch weiterhin mit Ihrer Spende.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit.

Der Vorstand                           23. April 2020

 

 

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 nprogramm haben die einzelnen Lehrer und Schülergruppen vorbereitet. Musikalisches wird zum Besten gegeben, lokale Tänze werden präsentiert und zum Abschluss stehen auch die Schwestern auf der Bühne. Ihr Habit wird durch eine bunte Kordel oder eine Ansteckblume verziert. Sie singen und tanzen züchtig und dennoch voller Hingabe.

Und dann ist der schöne Tag schon fast wieder zu Ende. Um 21.30 Uhr wird das Licht in allen Räumen gelöscht und Nachtruhe kehrt ein. Während die Kinder in ihren Betten noch über den Tag nachdenken hat uns Schwester Elena Belarmino die folgenden Zeilen geschickt:

„Wir sind von Herzen allen Spendern dankbar, die unseren Schützlingen die Möglichkeit geben, an diesem speziellen Tag ihren Geburtstag zu feiern und wirklich glücklich zu sein. Vielen Dank für die treue Unterstützung unserer Arbeit.“

 

Völlig überraschend verstarb Schwester Michaela Kim am 28. März 2019

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Zum 50. Mal hatte sich Schwester Michaela zur Erneuerung ihrer Gelübde ein paar Tage zurückgezogen, als das Herz nicht mehr schlagen wollte.

Abends zuvor klagte sie über Schmerzen in der Schulter, bekam ein Schmerzmittel und verbrachte eine ruhige Nacht. Morgens fühlte sie eine große Müdigkeit und wollte später am Tag einen Arzt konsultieren. Dazu kam es aber nicht mehr, um 8.40 Uhr am 28. März 2019 schlug ihr Herz zum letzten Mal.

Am 30. März um 10 Uhr fand die Messe zum Abschiednehmen von Schwester Michaela Kim in Pusan, in der Turnhalle der Boystown statt. Hunderte ehemaliger Schützlinge und Marienschwestern gaben ihr das letzte Geleit, begleiteten sie auf dem Weg zur letzten Ruhestätte.

Eingeleitet wurde die Messe mit einer rasch zusammengestellten Präsentation und den Worten:

     Unsere Herzen sind betrübt, weil du uns verlassen hast,

     aber unser Geist erfreut sich an dem, was Du hinterlassen hast:

     Es ist deine Liebe, die bleibt.

     Hingebungsvoll und standhaft warst du uns ein Vorbild

     in Deinem Dienst für die Armen und Schwachen.

     Demütig, bescheiden und treu hast Du die Kongregation

     nach dem Tod von Pater Schwartz geleitet.

     Wir werden dich nie vergessen, du wirst in unseren Herzen weiterleben.

     Jetzt ruhst Du in Gottes liebender Umarmung. Ruhe in Frieden!

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16 Jahre stand Schwester Michaela als geistliche Leiterin an der Spitze der Schwesternschaft. Neue Heimstätten entstanden in Guadalajara (Mexiko), in Guatemala-Stadt und in Brasilien jeweils gleich zwei. Die ersten Schritte für Honduras leitet sie ein.

Ihre Schützlinge spürten schnell, dass sie ein Herz für jeden Einzelnen hatte, dass sie offen für deren Schicksale und Nöte war.

Wir werden Sie vermissen!

Der Vorstand.

Tansania – Der Grundstein ist gelegt

Am 22. Oktober 2018 waren rund 200 Gäste versammelt, um der feierlichen Grundsteinlegung der ersten Heimstätte der Marienschwestern in Tansania beizuwohnen. 2.000 Mädchen aus armen Verhältnissen sollen hier einmal leben und lernen. Das bewährte Konzept der >Sisters of Mary<, weiterführende Schulbildung und praktisches Lernen in Lehrwerkstätten, wird nun auch in Afrika umgesetzt.

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Kardinal Polycarp Pengo (Erzbischof von Dar es Salaam), Schwester Maria Cho (Oberin der >Sisters of Mary<) und zwei Vertreter der regionalen Verwaltung durchschneiden symbolisch das Band zum Beginn der Bauarbeiten.

Die Pläne der Schwestern sind schon sehr konkret. Mit 150 bis 200 Mädchen möchten sie bereits im Frühjahr 2019 das Pilotprojekt beginnen. Dazu wird ein erstes Gebäude errichtet, welches in etwa fünf Monaten bezugsfertig sein soll. Doch zunächst muss das der Schwesternschaft überlassene Grundstück eingezäunt, ein Brunnen gebohrt und für Strom gesorgt werden.

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Bereits am 5. November haben die Marienschwestern ein erstes Angebot für Frauen aus der Nachbarschaft eingerichtet. Neben Englischunterricht stehen auch zehn Nähmaschinen bereit, damit die Frauen einen Schneiderkurs machen können. Doch die Armut überrascht selbst die Marienschwestern. So schreibt Schwester Elena: Wir haben gemerkt, dass die Frauen mit leerem Magen zu uns kamen. Und so bieten wir ihnen ein kleines Frühstück auch ein einfaches Mittagessen an.